Ein heilsames Bad mit Molke

Bereits im Altertum machte Hippokrates, der berühmteste Arzt und Naturheiler des Altertums, die heilende Kraft der Molke bekannt. Er nutzte das "Käsewasser" als Heilmittel, um Gicht, Lebererkrankungen und andere Vergiftungen zu therapieren, aber auch zur Reinigung der Haut. Besonders die reiche Oberschicht, Kaiser und Königinnen schworen auf die Wirkung der Molke und sahen in ihr ein klassisches Verjüngungsmittel.

Auch in den folgenden Jahrhunderten wurde die Molke immer genutzt, da sie bei jeder Käseherstellung anfällt und ein Wegwerfen Verschwendung wäre, was vor Jahrhunderten noch unvorstellbar gewesen wäre.

Molke ist heute ein beliebtes kosmetisches Mittel, das auf natürliche Weise wirkt. Es kann sowohl als  Molkedrink von innen als auch als Molkebad von außen angewandt werden.

Beim Molkebad entsteht ein dünner Film mit Milcheiweiß auf der Haut, wodurch diese wirksam vor Schadstoffen, Sonneneinstrahlung und bestimmten Witterungsverhältnissen geschützt wird. Auf diese Weise wird die Austrocknung der Haut verhindert sowie ihr Flüssigkeitsgehalt stabilisiert. Darüber hinaus wirkt ein Molkebad belebend und reinigend. Neben der Haut profitieren auch die Haare sowie die Fuß- und Fingernägel, die durch regelmäßiges Molkebaden fester werden.

Heilsam von innen und außen

In Molke sind zahlreiche gesundheitsfördernde Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium und Phosphor enthalten. Vor allem für Menschen mit spröder und trockener Haut kann ein Molkebad hilfreich sein, um das Hautbild zu verbessern. Der enthaltende Milchzucker wirkt entzündungshemmend und trägt zur Linderung von Hautirritationen und Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Neurodermitis und  Ekzemen bei.

Dank seiner guten Verträglichkeit ist ein Molkebad für jeden Hauttyp geeignet.
Außerdem ist Molke pH-neutral, wodurch die Haut auf natürliche Weise geschützt wird. Bei Molke wird zudem zwischen süßer und saurer Molke unterschieden. So dient süße Molke zum Schutz der Haut, während mit saurer Molke Hautkrankheiten behandelt werden.

Dabei legt sich die Milchsäure wie ein Schutzmantel auf die äußere Hautschicht und schützt sie vor Bakterien und Keimen. Darüber hinaus ist Milchsäure wasserbindend, so dass sie ein Austrocknen verhindert. Hinzu kommt eine reinigende und erfrischende Wirkung.
Für ein Molkebad lässt man zunächst warmes Badewasser ein. Die Temperatur des Wassers sollte zwischen 35 und 40 Grad Celsius betragen. Anschließend gibt man die Molke in das Bad.
Zu Beachten ist außerdem, dass man keinerlei zusätzliche Stoffe wie Shampoo, Duschgel, Seife oder Badeöl verwendet, um die Wirkung der Molke nicht zu beeinträchtigen. Je mehr Molke in das Bad gegeben wird, desto größer fällt der positive Effekt aus

Während des Badens bildet sich ein leichter Molkefilm auf der Haut. Dieser sollte nicht abgewaschen werden. Stattdessen lässt man den Film auf die Haut einwirken, damit die Molke ihre pflegenden und schützenden Eigenschaften entfalten kann. Die Haut wird dadurch deutlich geschmeidiger und möglicher Juckreiz wird gelindert.

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