Wie wollen wir leben?

Ein außergewöhnliches Leseschmankerl im Magazin Tegernseer Tal - die Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Menschen und Landschaft.

Wie wollen wir leben?
Wie geht es weiter mit und nach Corona? Welche Schwachstellen in unseren Systemen hat die Pandemie aufgedeckt? Und ist es am Ende womöglich genau sie, die uns den nötigen Schub für längst fällige Veränderungen gibt? – Fragen wie diese hat das Magazin „Tegernseer Tal“ für seine aktuelle Ausgabe Menschen aus verschiedenen Wirtschafts- und Lebensbereichen gestellt. Eine der Interviewten ist unsere Vorstandsvorsitzende Sophie Obermüller. Nachfolgend ein kurzer Auszug aus dem Beitrag (Autorin: Anita Westphal-Demmelhuber):

(…)
Anscheinend brauchte es eine Pandemie, um schleichende Veränderungen der letzten Jahre sehr präsent zu machen. (…) „Höher, schneller, weiter“ wird öffentlich in Frage gestellt. Der Glaube an die grenzenlose Globalisierung und Fragmentierung von Arbeitsabläufen wackelt. Vielmehr wächst der Wunsch nach einem Lebensraum, den man selbst mitgestalten kann, nach sozialer Nähe, nach intakter, bäuerlicher Kulturlandschaft, dem Auskommen am Ort.
Aktuell sei zunehmend ein „Mehrwert“ gefragt: „Der Mensch sucht Geschichten und Emotionen hinter Unternehmen und Produkten.“ Storytelling heißt es neudeutsch, wenn man das „Warum“ vermittelt, anstatt im „Was“ und „Wie“ stecken zu bleiben. Erzählen könnte Obermüller beispielsweise von ihrem Betrieb mit derzeit 18 Milchkühen, der wie viele im Tal durch das Raster der Landwirtschaftspolitik fällt. „Das sind Höfe wie im Bilderbuch, ideal für jeden Marketing-Prospekt“, sagt sie und schiebt hinterher: „Was wir aktiv leisten, ist kaum mit Geld zu bezahlen.“ Schonende Bodenbearbeitung erhält wertvollen Humus als CO²-Speicher. Das Futter für das Vieh wächst auf dem eigenen Grund. Mist und Gülle in ausgewogenem Verhältnis bekommt der Boden wieder als Dünger zurück. Kein Produzent ist weiter als 15 Kilometer von der Käserei entfernt: „Was lang als rückwärtsgewandt und altmodisch galt, hat sich schließlich als sehr modern erwiesen.“ Vielen Gästen sei gar nicht klar, dass diese Art der bäuerlichen Landwirtschaft nicht nur Lebensmittel liefert, sondern bis heute die Landschaft prägt.
Menschen brauchen Vordenker und gute Geschichten, dazu persönliche Kraftorte. „Das Tal ist nicht eng, sondern eingebettet in die Berge ein geschützter Raum“, sagt Sophie Obermüller: „Wenn viele anpacken, schaffen wir die Tendenz zum Positiven.“
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Den ganzen Artikel finden Sie in der Frühjahrs-/Sommerausgabe Nr. 174.
Die Ausgabe, in der noch viele weitere außergewöhnliche Leseschmankerl stecken, ist bei uns in der Käserei erhältlich!

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